Valendas Impuls
Eckpunkte der Geschichte

Eckpunkte der Geschichte

Eckpunkte der über 600 jährigen Geschichte der Kirchhöre Valendas

1384 erstmalige urkundliche Erwähnung der Pfarrei «Kirchhöre Valendas».
1447 Eine der drei Kirchenglocken – die Mittagsglocke (ø 92 cm) trägt die Jahrzahl 1447 und die Inschrift «O REX GLORIE CHRISTE VENI NOBIS CUM PACE» (O himmlischer König, komm zu uns mit deinem Frieden). Die kleine Glocke (ø 77 cm) wurde 1699 und die grosse Glocke (ø130 cm) 1701 gegossen.
1461 Bau des Turms.
1464 erstmalige urkundliche Nennung des Patrozinium St. Blasius.
1481 Verlängerung des Schiffs um 4 Meter nach Westen und Neubau des gotischen Chors.
15. Jhd. Der achteckige Taufstein mit grosser runder Schale und Ablauf stammt aus dieser Zeit.
1513 wurden vermutlich vom Zürcher Glasmaler Ludwig Funk Glasfenster geschaffen mit «Santa Barbara», «Sanctus Blasius» und «Santa Caterina».
1523/24 erfolgte der Übertritt von Valendas zur Reformation.
1541 Einbau der Turmuhr.
1594 starben laut Inschrift rechts neben der Eingangstüre 430 von 600 Gemeindemitgliedern an der Pest. (Zur Kirchhöre Valendas gehörte damals noch Versam mit den Höfen Fahn, Arezen und Calörtsch)
1595 Neubau der Mauer.
1622 Schlacht bei Prada im Zusammenhang mit den Bündner Wirren. Das Dorf wurde angezündet, in der Kirche der Schrank mit den Gemeindedokumenten aufgebrochen und die Dokumente zerstört. Nach Überlieferung wurde die Kirche selbst nur verschont, weil dort immer noch die drei Heiligenbilder in den Fenstern waren.
1676 verliess Versam die Pfarrei und wurde selbständig.
1677 eröffnete Pfarrer Rageth Schucan das älteste heute noch erhaltene Kirchenbuch der Gemeinde. Darin sind alle Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, später auch die Konfirmationen, bis heute aufgezeichnet.
1684 Die Inschrift am Eingang zum Friedhof lautet: «ANNO DOMINI 1684. CUM DEO
AMBULARE EST ANIMAM SERVARE. BEATI PEDES QUI VISITANT CHRISTI AEDES» (Im Jahre des Herrn 1684. Mit Gott wandeln heisst, die Seele bewahren. Glücklich, die das Haus Christi besuchen).
1737 Bau der Barockorgel (1 Pedal, 9 Register) durch Johannes Allgeuer aus Feldkirch, gestiftet von Oberstleutnant Johann Peter von Marchion. Die Inschrift auf dem Band über der Orgel bezeugt die Schenkung: INSTITUTOR ET DONATOR HUIUS ORGANIEST FORTIS AC STRENUUS JOHANNES PETRUS A MARCHIONE.
1740 Neubau der Kanzel von Tischlermeister Bonadurer aus Arezen/Versam, bezahlt von Jöry Weibel, Ehemann der «Maria Weiblin», eine der letzten aus der Familie der Edlen von Valendas.
1911 Verkauf der drei alten Glasfenster von 1513 an einen Sammler.
1913 das mittlere der drei neuen Fenster wurde von den Schwestern Emilia und Claudia Marchion gestiftet. Eine Arbeit aus der Werkstatt von Louis Herion aus Albisrieden. Mit den Themen: «Jesus und die Emmausjünger», «Jesus am Jakobsbrunnen», «Jesus mit Maria und Martha».
2013 erfolgte die Fusion der selbständigen Kirchgemeinde Valendas mit den Kirchgemeinden Safien, Tenna und Versam zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Safiental. Die Fusion entspricht damit dem Zusammenschluss der politischen Gemeinden.